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Online-Leser lieben geklaute Texte
"Wenn es den Medienunternehmen gelingt, einen Weg zu finden, Werbeumsätze von dem Internet-Traffic zu den illegalen Kopien ihrer Artikel abzuschöpfen, ist diese Entwicklung durchaus auch als Chance zu sehen", zitiert das US-Portal Newsvine aus den Untersuchungsergebnissen. Alles in allem schätzt Attributor, dass der durchschnittliche Web-Publisher auf diese Weise seine Einnahmen pro Jahr um etwa 150.000 Dollar aufbessern könnte. "Das ist aber lediglich eine unwissenschaftliche Schätzung. Sie basiert auf der Annahme, dass Werbetreibende einen Dollar für 1.000 Seiten zahlen würden, die unautorisiertes Material beinhalten und keinerlei Verbindung zum ursprünglichen Rechteinhaber aufweisen", merkt Attributor an. In Wahrheit sei dieser Wert aber vermutlich noch zu tief angesetzt. "Dass im Internet eine beträchtliche Zahl von unautorisierten Kopien von Artikeln zu finden ist, ist für uns kein neues Problem", erklärt Ricarda Veigel von der Rechtsabteilung des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) http://www.bdzv.de , auf Anfrage von pressetext. Urheberrechtsverletzungen seien im Web leider bereits seit längerem gang und gäbe. "Das Nachvollziehen von Copyright-Verstößen im Netz ist aber ein prinzipiell schwieriges Unterfangen", betont Veigel. Die größeren Betriebe im Verlags- und Zeitungswesen würden sich beim Vorgehen gegen illegale Veröffentlichungen der eigenen Werke noch zurechtfinden. "Kleinere Medienunternehmen können sich eine Verfolgung der Raubkopierer aber zumeist nicht leisten", merkt Veigel an. | |||||
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